Sonntag, 03.04.2016

Das New York Zentralamerikas

Heyho!

Die letzten Tage verfliiiiegen... So ist das ja immer. Und ich finde es in Panama City grad so schön und gemütlich! Die Stadt wird auch New York von Zentralamerika genannt, da sie im Gegensatz zum Rest des Landes sehr sehr modern ist. Von unserem Zimmer in der Altstadt haben wir einen Blick auf die Skyline der Stadt und das Meer.

An dem gibt eine neue Promenade, mit Palmen, Essensständen, hier und da ein paar Künstlern. In unserem Hostel bekamen wir umsonst Fahrräder und machten eine kleine Tour mit Kanadiern, die wir kennen gelernt haben.

Außerdem gingen wir auf einige Märkte und in die gammlige Haupteinkaufsstraße der Stadt. Es gibt auch ein Ghetto, erzählte man uns, das man meiden sollte. Ansonsten ist hier in den letzten Jahren in der Altstadt sehr viel restauriert worden; es gibt teure Hotels und Restaurants.

Diese Teile der Stadt sind sehr schick und haben echt Flair! Die Leute hier sind (vielleicht liegts am Hauptstadtstatus der Stadt) schon ein wenig hipsterig. Das führt dazu, dass man endlich mal was anderes als Reggeaton zu hören bekommt… :P Juhu!

Nun heißt es aber Abschied nehmen und wieder ab nach Hause... Nach knapp 7 Wochen reisen. Eine viel zu kurze Zeit, für die Fülle an Landschaften, Kulturen und Menschen, die wir kennen gelernt haben. Zentralamerika ist vor allem einfach zu bereisen, wenn man viel Zeit mitgebracht hat. Die Länder sind zwar klein, haben aber extrem viel zu bieten (vor allem mehr, als Grenzübergänge :D)! Ich hoffe, ich kann nochmal wieder kommen. Momentan gibt es ja echt günstige Direktflüge nach Panama City...

In dem Sinne: bis zur nächsten Reise,

eure Marion

 

Donnerstag, 31.03.2016

Bootstour

Soooo Leute, ich schicke euch hier zum letzten Mal Grüße aus dem paradiesischen Bocas!

Jeden Tag gehen wir woanders essen, tanzen und ein wenig shoppen (endlich eine günstige Hängematte ergattert! :)). Gestern haben wir eine Bootstour gemacht, bei der Delfine, Seesterne in Korallenriffen, Faultiere, ein Stelzenrestaurant und eine unbewohnte Insel angesteuert wurden. Ich schnorchelte allerdings nur auf der Insel, denn kaum zurück auf dem Boot, fing es heftig an zu regnen und es wurde richtig kalt. (Natürlich nicht wirklich „kalt“.) Statt vieler Worte, lass ich heute mal nur Bilder sprechen:

 

 

Liebste Grüße,

Marion

Sonntag, 27.03.2016

Das Archipel Bocas del Toro

Hi ihr!

Bevor ich euch von Bocas erzähle, wo wir grad sind, ein paar Worte zur Semana Santa in Costa Rica. :)

Von Granada schafften wir es an einem Tag über die Grenze und nach Liberia. Der Ort ist ganz süß, außerdem fanden wir ein echtes Luxuszimmer zu nem günstigen Preis. Am nächsten Tag ging es jedoch schon weiter in die Hauptstadt San José. Das Ganze dauerte wieder länger als gedacht, und man erzählte uns in San José, das aufgrund der Semana Santa viel weniger Busse fahren, und der letzte natürlich grade weg war… Gott sei Dank checkten wir noch rechtzeitig, dass das nicht sein kann (OBWOHL auch der Lonely Planet sowas behauptet). Ein Typ der policía turistica erklärte uns, dass – logisch eigentlich – in den Ferien die Busse noch viel häufiger fahren, weil die Ricos mit ihrer Familie Urlaub am Strand machen wollen. Wir fanden also noch einen Bus. :) Leider standen wir damit nachts etwa 3 Stunden auf der Straße fest, da vor uns ein Unfall passiert war… Deshalb kamen wir wieder mal richtig spät an unserem Ziel an: Puerto Viejo, einem Ort nahe der Grenze zu Panama und Bocas. Während wir noch versuchten uns im Dunkeln auf der Straße zu orientieren, tauchte ein Hosteltyp auf, der uns einsammelte und den Aufenthaltsraum seines Hostels zum Schlafen anbot. Puuuuuh, ein Dach über dem Kopf! Am nächsten Tag zogen wir in den Dorm um und konnten dann entspannt Zeit am Strand verbringen.

Der war, wie man sieht, richtig richtig voll. Mit Autos und allen möglichen Campingausrüstungen, denn die Einwohner machten es sich am Wochenende hier überall gemütlich.

Und üüüüüberall: Reggeaton und Justin Bieber… Ansonsten war der Ort ganz in Ordnung. Ich mochte besonders das super leckere vegane Café, in dem wir frühstückten. Dazu mal zur Abwechslung ein Essenbild:

Nach dem letzten Grenzübergang für die Reise sind wir sind nun in Bocas del Drago, einem Ort auf der Hauptinsel Célon in Bocas del Toro. Um in die Stadt zu kommen und einkaufen zu können müssen wir immer auf ein Taxi warten und eine Stunde einen holprigen Weg fahren. Sprich: bei uns ist es sehr ruhig. :) Dafür ist der Strand ein absoluter Traum: einsam, wild.

Läuft man ihn, bzw. den Weg an den Mangroven entlang, gelangt man zum Estrella Beach – dem Strand, der berühmt ist für seine vielen Seesterne (wahrscheinlich gab es die mal... wir sichteten nur ein paar…). Bis auf die Seesterne und etwa 7 einfache Restaurants mit gefühlt 1000 Liegen ist hier sonst nichts am Strand. Ab mittags trudeln dann die Touristen des Hauptortes der Insel mit Booten hier ein, um Seesterne zu suchen…

Bald ziehen wir für die letzten Tage in den Hauptort der Insel um, um noch ein wenig zu erleben und um ein Ticket nach Panama City buchen zu können. Wuaaah, und dann geht es schon wieder nach Hause!

Ciaoii, Marion

Sonntag, 20.03.2016

Nicaraguas heiße Städte - und die Pazifikküste

Hola amigos,

ein paar Tage sind vergangen, und wir befinden uns nun (wieder) in Granada, am Nicaragua-See. Dort sind wir vor knapp einer Woche bereits gewesen. Granada ist ein nettes Kolonial-Städtchen, es gibt hier einige Sehenswürdigkeiten, wie die große Kathedrale oder andere Kirchen. Ein paar Sachen davon haben wir trotz enormer Hitze erlaufen. Außerdem wollten wir ins „ChokoMuseo“ – waren aber nur sehr kurz drin.

 

Dafür waren wir später, nachdem wir ein etwa 150 km Richtung Norden in León landeten, in einem Kunstmuseum. Das haben wir viel lieber gemacht, als wieder stundenlang durch die Stadt zu laufen. León ist ein wenig größer als Granada, aber ansonsten sehr ähnlich. Ebenso gibt's hier wunderschöne Kolonialstilhäuser, eine große Kathedrale und einen Marktplatz, auf dem man Souvenirs kaufen und von dem aus man sich mit kitschigen Pferdekutschen durch die Stadt fahren lassen kann.

An einem Abend waren wir außerdem bei einer "fuck up-Night"; auch wenn wir nichts verstanden, lachten und klatschten wir mit. Einen anderen Abend verbrachten wir in einem der beliebten Salsatanzclubs...

Nach den heißen Tagen in der Stadt brauchten wir unbedingt wieder das Meer. Wir entschieden uns für den kürzesten Weg: von León aus in etwa anderthalb Stunden an die Pazifikküste nach Las Pleñitas! Ein kleines Fischerdorf, mit nur sehr wenigen Hostels und ein paar netten Restaurants. An unserem Hostel war es unmöglich ins Meer zu gehen, selbst zum Surfen nicht. Aber ein bisschen weiter südlich war dann was los, und zu unserem Glück fand in den Tagen ein Surfcup statt, den wir uns anschauten. Da es dort dann allerdings zu wenig Wellen gab, wurde der schnell beendet, und man stieg auf Fußball um. Ich entschied mich lieber für ein paar Bierchen mit alten Bekannten von Ometepe, die wie der Zufall es so wollte, für den Surfcup gekommen waren. :)

Unser (Party)Hostel in Peñitas bestand nur aus zwei Räumen mit Betten und dem Außenbereich mit Pool und Bar. Hier gab es die besten Chickenburger, Nica Libres (Rum-Cola) und gute Abende mit witzigen Leuten aus aller Welt! Der beliebteste Tag ist der „Sunday Funday“, an dem läuft die Musik länger als normal, also die ganze Nacht. :D

Ab dem 24.03. haben wir ein Zimmer in Bocas del Toro, Panama, vorgebucht. Denn über Ostern bzw. die heilige Semana Santa, die Woche zwischen Palmsonntag und Ostersonntag, soll sonst alles voll sein… Wir müssen nun von Granada aus wieder durch Costa Rica und back to Panama. Bocas del Toro ist ein sehr beliebtes und touristisches Inselarchipel an der Karibikküste. Mal schauen, wie lange wir diesmal für den Weg brauchen…

Bis dann, Marion

Montag, 14.03.2016

Das Inselleben auf der Isla Ometepe

Ich will nicht mehr weg! Oh jeeee... Wir haben uns total eingelebt, super coole Leute kennen gelernt (sowohl deutsche Traveller als auch Auswanderer und Einheimische) und eigentlich all unsere Aktivitaeten, die wir jeden Tag mit vielen Diskussionen planen, nicht ausgefuehrt. Warum also nicht noch laenger bleiben? :D Jeden Tag entscheiden wir uns fuer eine Nacht mehr. Nun sind es schon fuenf, und langsam aber sicher muessen wir weiter ziehen, um noch ein bisschen mehr von Nicaragua sehen zu koennen... Schade Schokolade (im wahrsten Sinne des Wortes, wir haben es tatsaechlich nicht geschafft, die selbstgemachte Schokolade hier zu probieren...).

Aber von Beginn an! Wie soll ich die Reisetage nur beschreiben? "Stress" waere zu negativ, "Erlebnis" zu neutral, "Schicksal" zu allgemein. Es war einfach so, wie es war. Und wir fuehlten uns so, wie man sich nun mal fuehlt, wenn man 56 Stunden lang unterwegs ist um zwei Grenzen zu ueberqueren, und klar, funktioniert das nicht ohne Probleme... Zunaechst mal fuhren wir von Playa Venao nach Las Tablas. Dort stiegen wir um in einen Bus nach Santiago, von wo aus wir nach David fuhren. Froh, ein grosses Stueck geschafft zu haben, kehrten wir von dort abends an der Grenze zu Costa Rica ein. Zuerst schickte uns die Panamaerin (ja, so heisst das in korrektem Deutsch) ohne Ausreisestempel nach Costa Rica. Das ging natuerlich nicht, also liefen wir wieder zurueck. Dann konnte die Grenzbeamtin einen unserer Stempel nicht lesen, weshalb wir wieder zurueck mussten. Erneut am "Migrationsamt" verlangte die Gute ein Weiterreiseticket von uns. Theoretisch sollte man das echt dabei haben, aber praktisch wird eigentlich fast nie danach gefragt... Ich hab es zumindest bisher noch nicht erlebt! Unsere seit dem Mamallena Mitreisende Michelle schaffte es mit ihrem Flugticket von Panama nach Deutschland. Also wollten wir uns (nach stundenlangem Versuchen, irgendwie schon an ein Ticket nach San José zu kommen) ein Internetcafé suchen um in unseren Emails nach den Tickets zu suchen. Ein (mir sehr unsympathischer) Einheimischer mit movistar-Polo (ne Handyvertragsmarke^^) versuchte uns die ganze Zeit von etwas anderem zu ueberzeugen. Im Endeffekt war er dann bereit uns fuer zwei Dollar zu einem Internetcafé zu fahren. Eh.... Nein? Ich war mir sicher, dass wir zwischen den Grenzen an einigen vorbei gekommen waren, und blockte den Kerl ab. Keine fuenf Meter weiter fanden wir WiFi in einem Hotel. Wir speicherten unsere pdfs und wieder ging es ab zur costaricanischen Grenze. Die nette Frau hatte die Schicht mit einem Mann gewechselt, der uns den Einreisestempel ohne auch nur irgendein anderes Dokument zu verlangen in den Pass stempelte... Na geilo!!! Was sollte denn das jetzt? Durch den ganzen Unsinn hatten wir den letzten Bus nach San José verpasst, und mussten die Nacht in einem Hotel in der Transitzone verbringen... Weil es einen Pool hatte, gestaltete sich der Abend dann doch noch ganz witzig, und wir waren auch einfach nur erleichtert, dass der Tag ein Ende hatte. Morgens um 4 ging es dann mit dem ersten Bus nach San José. Es sollte doch wohl kein Problem sein, innerhalb von einem vollen Tag das Land zu durchqueren und nach Nicaragua zu gelangen. Doch, sollte es... Es dauert nun mal dann doch immer laenger, als man plant. Eine weitere Nacht verbrachten wir in La Cruz, einem Ort nahe der Grenze, der nichts besitzt ausser einem schoenen Ausblick auf die Pazifikkueste. Die Grenze zu Nicaragua war ebenfalls nicht einfach. Aber mehr aus der Verwirrung heraus, die durch unterschiedliche Informationen (Reisefuehrer, Einheimische (traue niemals einem Taxifahrer oder einem Typen mit movistar-Poloshirt)) entstanden war. Seltsamer Weise zahlten wir an jeder Ecke, und bekamen dafuer eine Menge seltsamer Stempel und Zettel. Aber es schien tatsaechlich der richtige Weg zu sein - Ausreise- und Einreisegebuehr bezahlt (der Lonely Planet bestaetigt nur die Einreiseabgabe) konnten wir endlich Nicaragua betreten. Wuhu!! Und nun?

Eigentlich war San Juan del Sur der Plan (unsere erste abgemachte Zielentscheidung). Doch als wir mit dem Bus am Nicaragua-See vorbei fuhren und die Insel Ometepe sahen, und dazu von unserem Sitznachbar noch hoerten, wie party- und Gringo-lastig San Juan ist, entschieden wir uns doch spontan um! Ometepe ist eine Insel aus zwei aktiven Vulkanen, die in einem der groessten Suesswasserseen Lateinamerikas liegt. Von weitem sieht sie einfach fantastisch aus. Das Boot hinueber war mal wieder sehr abenteuerlich, aber Gott sei Dank war niemand von uns seekrank. Drueben konnten wir es kaum erwarten, nach drei Tagen endlich eine feste Unterkunft fuer uns zu finden. Wir fuhren also los zur naechstbesten (quasi) Eco Lodge, die uns der Reisefuehrer empfohl. Als jedoch unser Mitreisender an einem richtigen chilligen Hostel ausstieg, entschieden wir erneut spontan, auch dort zu bleiben. Im Lazy Crab. :)

Fast direkt am See gelegen, ist es ein schoenes, mit Spruechen und Rastafari-Farben geschmuecktes Hostel. Wir liebten es von der ersten Minute an. Ganz angetan von der Insel diskutierten wir die Plaene fuer die naechsten Tage: Roller fahren, Fahrrad fahren, Kayak fahren, Vulkane besteigen, Petroglyphen (in Stein gemalte praehistorische Bilder) besichtigen........ Nun ja. Obwohl wir jetzt schon fuenf Tage auf der Insel sind, haben wir kaum etwas davon geschafft. Das gechillte Inselleben hat uns einfach gepackt. :D

Hier ein Bild von einem der aktiven Vulkane, und außerdem eines vom wohl bekanntesten Vogel der Insel, dem urraca.

Neben unserem Hostel wurde der Strand hinter Santa Cruz mein Lieblingsort. Hier gibt es nichts ausser Sand, Palmen, Reihern und anderen Voegeln, Hunde und frei herum geloppierende Pferde. Es sieht original aus wie in einer 3Sat-Doku! Man muss einiges in den See hinaus laufen, bis man nicht mehr die Moeglichkeit zum Sitzen hat, und kann dann mit Blick auf den Strand, die zwei Vulkane und die Pferde schwimmen. Nochmal: ich will hier nicht weg! :(

Morgens und ab und an auch noch abends chillen wir in der Pizza-Bar direkt gegenueber von uns, die von einem sympathischen kleinen Griechen (das nennt man mal authentisch) gefuehrt wird. Aber es gibt auch noch viele andere Restaurants und guenstigere Comedore, die wir alle nicht geschafft haben auszuprobieren... Ja, wie guenstig ist es hier eigentlich? Die Unterkuenfte sind sicherlich zur Haelfte billiger als in Panama, von Costa Rica ganz zu schweigen. Beim Essen ist es aehnlich - wenn ich bedenke, dass wir in Panama fuer eine Avocado oder eine Mango teilweise 2,50 $ gezahlt haben... :o Also lieber laenger hier verweilen. Unser naechstes Ziel ist Granada, eine Stadt am Nicaragua-See. Hoffentlich erreichen wir die auch und lassen uns nicht wieder zu etwas anderem verleiten - wobei das Schicksal uns damit schon einen riesigen Gefallen getan hat. :)

Sonnige Insel-Gruesse,

Marion

 

Montag, 07.03.2016

Erstes Mal Pazfikkueste

Holà zu Hause!

Nun sind wir am Playa Venao, einem kleinen Kuestenort, der uns immer mal wieder empfohlen wurde (und es ist echt schwer sich hier mal zu entscheiden wohin es gehen soll, wenn man nicht gerade unendlich Zeit hat...). Der Strand ist mit seinen Wellen ein super Surferort, mit dem Unterschied, dass nicht alle braungebrannt und blond sind, sondern braungebrannt, tattoowiert und mit Dreads. Ansonsten ist hier nicht viel los. Strand halt, ein paar Hostels und ein etwas groesseres Hotel. Super zum entspannen also! :) Es gibt jedoch nur einen einzigen kleinen Laden zum Einkaufen, und der ist so masslos ueberteuert, dass wir anstatt zu kochen gleich essen gehen koennen.

Bevor wir in den Ich-will-nicht-mehr-weg-Trott kommen, brechen wir auf nach Nicaragua. Eine lange Tour ueber 1100km liegt vor uns, doch wir hoffen sie (naiv wie wir sind) in zwei Tagen zu schaffen... Dann melde ich mich wieder, sobald wir irgendwo angekommen sind.

Bis dahin, die Marion

Donnerstag, 03.03.2016

Oh wie schoen ist Panama!

Hallo Leute! :)

Marisa, Damien und ich haben uns wie ihr wisst nach Zentralamerika aufgemacht. :) Unser erstes Ziel war eine Eco Lodge in Panama, wo wir zunaechst einmal zwei Wochen gearbeitet haben. Die Mamallena Eco Lodge liegt nicht weit von Panama-City entfernt nahe El Valle de Anton in den Bergen.

  

Zunaechst einmal war es seltsam dort - mit 10 anderen Volunteers waren wir etwa doppelt so viele wie die eigentlichen Gaeste. Direkt nach der Ankunft durften wir erstmal Toiletten putzen. :D Das machten wir aber nur einmal. Danach wurden wir vier Stunden am Tag mit Gartenarbeit, kochen, streichen/malen, etc. beschaeftigt. Damien unterrichtete zweimal am Tag Yoga, und zwar so erfolgreich, dass die Gaeste ihn am liebsten auf ihre Weiterreise mitnehmen wollten und ich nun ein wenig Yoga-addicted bin. :P Geschlafen haben wir zusammen mit den anderen Volunteers in einem kleinen Raum ohne Fenster (dafuer mit allerhand Loechern in den Waenden) und ohne funktionierende Tuer (die in der Nacht durch den starken Wind immer mal wieder aufgeschlagen ist). Mit den Tagen fingen wir aber tatsaechlich an uns ziemlich wohl zu fuehlen! Die Lodge wird von einem Texaner, einem Englaender und einem Neuseelaender gefuehrt und ist riesig. Auf dem Land der drei waechst allerhand cooles Zeugs - aber nur um die Lodge herum wird angebaut: Ananas, Mango, Papaya, Limonen, Kokosnuesse natuerlich ueberall, Weintrauben, alles was man sich so vorstellen kann. :)

 

Die Arbeit in der Natur machte wahnsinnig Spass. Zwei Tage die Woche hatten wir frei und konnten den Tag woanders verbringen, z. B. in El Valle. Dort waren wir an einem Wasserfall in einem kleinen Dschungel und haben zum ersten Mal allerhand Spinnen, Insekten und Voegel gesehen.

Sonst verliessen wir die Lodge hoechstens mal zum Einkaufen, oder um den Sonnenaufgang auf dem Berg zu sehen... Auf dem Rueckweg haben wir uns (wie sollte es anders kommen) verlaufen und mussten uns durch das Geaest und ueber den kleinen Rio irgendwie zur Strasse kaempfen. Danach entdeckte ich beim Duschen erstmal ein paar Viecher in meinen Haaren...

Je laenger wir hier sind, umso wohler fuehlen wir uns! Das einzig nervige - aber dat ist ja in jedem Land so - sind die vielen Deutschen... Ich hasse es, sich als deutscher Tourist ueber andere deutsche Touristen aufzuregen, aber es ist einfach so: ich haette niemals niemals damit gerechnet, dass so viele hier sind! Im Mamallena schaetzungsweise 70%. Ich denke das wird den Rest der Reise nicht anders werden, wir Deutschen sind einfach ueberall!

Jetzt heisst es erstmal: Strand. Fuer wie lange wissen wir noch nicht, mal schauen, aber danach geht es dann direkt nach Nicaragua. :) Costa Rica wird aufgrund der hohen Preise vorerst uebersprungen.  

Alles Liebe, Marion

Freitag, 21.08.2015

Last stop: Tbilisi

Hello again!

Letzter Halt: Tbilisi. Die Hitze hat uns wieder. Ein paar Mal hat es in Strömen geregnet, das hat jedoch nur 10 Minuten Abkühlung gebracht... Trotzdem wollte ich die Stadt sehen, und... weiterhin viel essen! :P Hier z. B. ein leckeres Khatschapuri in Schiffsform mit Spinat und Käse.... 

Tbilisi, im deutschen Tiflis, liegt im Innern des Landes. Auch hier gibt es ähnlich wie in Batumi eine Altstadt, aber alles ist viel größer. Die Häuser sind zum Teil dennoch genauso zerstört – von den Erbeben, die die Stadt in den letzten Jahren traf. Aber statt dass die schönen Altstadt-Häuser restauriert werden, werden überall ganz verrückte „moderne“ Gebäude und Brücken hingesetzt... Ich bin mir sicher, das Wort „Stadtplanung“ gibt es im Georgischen nicht! ;)

Das Präsidentenhaus z. B. ist eine Mischung aus dem Weißen Haus und dem Bundestag, nur protziger. Ebenso wenig ins Stadtbild passen die Casinos oder die neue beleuchtete geschwungene Brücke, die wohl bei Touristen, aber nicht bei Einwohnern, beliebt ist. Auch neu ist die Seilbahn (aus Deutschland stammend), mit der man vom Fluss aus auf den „Heiligen Berg“ fahren kann. Hier steht eine große Statue, die „Mutter Georgiens“, und man hat eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt mit all ihren verwirrenden Bauten.

Mit diesem Stadtbild schließe ich das Kapitel Georgien... Das Land ist voller planloser und oft erstaunlich unfreundlich aussehender Menschen, die trotz Probleme in ihrem Land hilfsbereit, freundlich und sehr neugierig sind. Vor allem aus letzterem Grund lernt man sie schnell kennen. Für den Tourismus tat man sehr viel in vergangenen Jahren, bis die Regierung wechselte... Trotzdem entdecken nach und nach immer mehr Backpacker und Reisegruppen das tolle Land.

Eure Marion

Montag, 17.08.2015

Wandern und schlemmen in den adjarischen Bergen

Hallo aus den Bergen! :)


Die letzten Tage waren der Wahnsinn. Unsere Erlebnisse kommen mir noch total unwirklich vor, und ich bin unbeschreiblich dankbar für die Gastfreundlichkeit der Georgier! Aber von vorne. :)


Mit einem Sprinterbus aus Essen Kray („die Welt ist klein“ ist hier untertrieben... Oo) sind wir von Batumi aus in Richtung Keda gefahren. Keda liegt im Kleinen Kaukasus, ist ein kleines Städtchen, das mit Ökotourismus wirbt. Unser Ziel hieß jedoch Gobroneti! Ein Dorf, das selbst die Georgier nicht kannten. Trotzdem wurde für uns telefoniert, bis wir ein Guesthouse gefunden haben. :) Im vollen und heißen Bus ging es also in die kühleren Berge. Immer wieder blickten wir auf die Karte auf dem Smartphone, um unser Dorf nicht zu verpassen – aber natürlich passierte genau das. Irgendwann riefen wir halb verzweifelt „Gobroneti?“, und der Fahrer trat in die Bremse. Er signalisierte uns, dass der Ort bereits ein paar Kilometer hinter uns liegt. Und dann schmiss er uns raus. Wir dachten schon, wir müssten die gesamte Strecke laufen, bis auf einmal ein lachender Einwohner, der mit uns ausgestiegen war, den Arm um uns legte. Und schon führte er uns durch ein Tor zu ein paar Holzhäuschen und an einen Tisch. Ganz verwirrt liefen wir ihm einfach hinter her, und staunten nicht schlecht, als sich immer mehr Leute zu uns gesellten, wir Essen auf den Tisch (Herz, Leber, alles dabei) bekamen, und mittags um 2 den georgischen Wodka Chacha (80%, selbstgebrannt, verstanden wir) runter kippen mussten.

Als die gesamte Verwandtschaft, der wir uns immer wieder mit "Germania, Germania" vorstellen mussten, versammelt war, lernten wir endlich jemanden kennen, der englisch konnte. Wir sollen hier bleiben, übersetzte er uns, wir seien herzlich eingeladen. Und ja, das merkten wir. Ein Chacha nach dem anderen wurde getrunken, es wurde gelacht, wir wurden herumgeführt, Dustin ging mit den Jüngeren vom Dorf schwimmen. Die Gastfreundschaft und der Chacha machten uns ganz benommen. Und wir wussten: Sowas würden wir sicherlich nicht noch einmal erleben. Also tranken wir einfach weiter. :D Leider musste der englisch sprechende Bekannte bald gehen. Den Abend verbrachten wir also mit sowohl lustigen als auch tragischen Gesprächen mit Händen und Füßen – noch immer kam mir das alles unwirklich vor. Besonders ins Herz schloss ich das Mädchen Russiko, das in unserem Alter war. Sie nahm mich einfach bei der Hand und tanzte mit mir adjarischen Volkstanz...

Auch versuchte sie mir georgisch beizubringen. Mehr schlecht als recht konnte ich dann tatsächlich ein paar Sätze sprechen... Schade, ein paar Tage länger dort hätten sicher gut getan! :) Doch am nächsten Tag wurden wir zu unserem eigentlichen vorgebuchten Guesthouse gebracht. „Georgia, Germania, Georgia?“, wurden wir zum Abschied gefragt, und obwohl wir wussten, es ist unmöglich, versprachen wir, wieder zu kommen.


An unserem eigentlichen Ziel erlebten wir die nächsten Abenteuer. Ohne zu wissen, was uns erwartet, folgten wir direkt am ersten Morgen dem Guesthouse-Besitzer. Es ging mit einem alten sowjetischen Schrottauto den Berg hoch! Was bin ich froh, dass ich den Tag überlebt hab, denn, für mich faule Socke viel schlimmer: wieder runter ging es zu Fuß! Aus meiner eigentlich erhofften „kleinen Wanderung“ wurde eine 5-stündige Tour durch Berge und Wälder, an glitschigen Abhängen entlang, und zu einem kleinen Wasserfall. Ich vergaß die Zeit während dessen vollkommen... Und genießen konnte ich es sogar auch. So ruhig und schön war es dort!!

Zurück im Öko-Guesthouse, ging es schon wieder mit Chacha und Essen weiter. Nur Dustin konnte nicht mehr. :D „Djame, djame!“ sagen die Frauen hier immer, und schieben einem die Teller entgegen. Aber irgendwann passt nix mehr rein, so lecker das Essen auch ist!


Wir haben nun genug von Abenteuern, und wollen die letzten Tage in der Hauptstadt Tbilisi verbringen. :)


Bis dahin, Marion

Samstag, 15.08.2015

Batumi - russischer Schick meets gemütliche Altstadt

Liebe Leute,


wie oft denkt man doch beim Reisen, dass es schöner nicht mehr geht? Es gibt so unendlich viele schöne Orte mit wunderbarer Natur und wunderbaren Menschen. Ich entwickele dann schnell (zu schnell?) das Bedürfnis, dorthin auswandern zu wollen. Ich glaube, ich kann mich überall wohl und heimisch fühlen. Doch dann kommen das Aufbrechen, eine lange meistens anstrengende Fahrt und die Ankunft an einem neuen Ort, mit neuer Natur und neuen Menschen. Und auch dort fühle ich mich wohl – auch hier fühle ich mich wohl. In Batumi!


In Georgien reisen wir mit Reiseführer, da ich von diesem Land sonst überhaupt keine Ahnung hätte. Doch die Bilder des Reiseführers täuschen: es ist viel schöner! Niemals hätte ich mir solch eine Altstadt vorstellen können.

Die Gebäude um die Altstadt herum entsprechen schon eher den Worten des Reiseführers. Russische Prunkbauten für die vielen russischen Touristen, ein langer Boulevard am hier steinigen Strand des Schwarzen Meeres, mit unterschiedlichsten Skulpturen und einem scheinbar immer offenen Rummel, und viele Hochhäuser, die Hotels sind, waren oder noch werden sollen.

Nur in den äußersten Bezirken der Stadt, merkt man Asien: kaputte Straßen, Verkehrschaos, allerhand Stände. Und vor allem: verlassene Häuser. Hier werden neue gebaut, dort zerfallen alte. Selbst in der schönen Altstadt stehen restaurierte und mit Pflanzen verzierte Häuser neben absoluten Bruchbuden...

Zu den Preisen: Die Hostels sind ganz okay. Immer nochmal runter handeln, dann zahlt man in einem guten, mit Klimaanlage ausgestattetem ;), Zimmer so 12 €. Richtig geschockt waren wir über den Preis der Zigaretten: 1,80 Lari kosten die günstigen, das sind 70 Cent... Wo auch immer die herkommen, irgendwas kann da doch nicht stimmen... :D


Auch ganz günstig ist das Essen! Da kann man echt alles mal probieren. Aber bei Zunge, Leber oder Herz machte ich dann doch nicht mit. Dafür: Khachapuri (das wohl bekannteste Gericht Georgiens: ein Brot in unterschiedlichen Formen, meistens aussehend wie eine Pizza, mit Käse drauf und drin), Beef in Walnusssoße, Fleisch-Gemüse-Pfannen, oder frittierter Käse in Butter - JA, frittierter Käse in Butter! Mjammi! Und hallo Speck auf den Hüften! Will man etwas harmloser essen gehen, gibt es in der Altstadt ein paar „deutsche“ Restaurants. In einem wurde gar Adjarien (die Region, in der Batumi liegt) mit Bayern verglichen: es gab Brezeln nebst Khachapuri und zum Nachtisch Apfelstrudel. Eher so semigut! :D

      

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass man hier schmilzt? Trotzdem hält uns das nicht auf! :) Da wir auch in Batumi ein paar Tage mehr verbringen, machten wir an einem Tag mit zwei Georgierinnen einen Ausflug nach Kvariati, dem Strand, an dem die ganzen georgischen Hauptstädtler Urlaub machen. Außer auf den Steinen liegen und in einem kleinen Café chillen haben wir hier nichts gemacht – die Hitze. ;) Abends trafen wir uns wieder mit unserer georgischen Bekanntschaft, und erfuhren viel über die derzeitige Situation, v. a. im Zusammenhang mit Russland. So möchte Georgien seit einigen Jahren der Nato betreten, was eine krasse Provokation gegenüber Russland darstellt.


Den Kopf und das Herz voller neuer Eindrücke packen wir nun wieder unsere sieben Sachen und ziehen weiter – das Schicksal leitet uns in Form einer Ökotourismus-Broschüre in unserem Zimmer in die adjarischen Berge! :) Nicht ganz der Kaukasus, aber immerhin... Berge.


Grüße und nachwamdis, eure Marion

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